Hotel Edda Laugarbakki
Vom Turnierkampfplatz zur Ruhe-Oase Das Hotel Edda Laugarbakki liegt am Fjord Midfjördur, auf halbem Weg zwischen Reykjavík und Akureyri. Die Region ist reich an isländischer Geschichte, fanden doch hier laut der Isländersagas in der Vergangenheit zahlreiche Lanzenturniere statt. Heute ist der Friede in die Gegend eingezogen: Die abgeschiedene Halbinsel Vatnsnes, wo Robben beobachtet werden können und mysteriöse Basaltfelsen, unter ihnen der Felsen Hvítserkur, der aussieht wie ein aus dem Meer trinkender Ochse – sie alle verbreiten natürliche Stille. Erholung und Entspannung bieten Ihnen außerdem die heißen Quellen der Region, sowie auch Islands bedeutendster Lachsfluss, der Midfjardará, der nahe am Hotel vorbeifließt. • 28 Zimmer mit Waschbecken Aktivitäten Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen, oder wenn wir Ihnen bei der Organisation einer der oben genannten Aktivitäten behilflich sein können.
Laugarbakki ist ein kleines Dörfchen mit 64 Einwohnern. Es liegt am Fluss Midfjardará. Dieser Fluss zählt zu den für die Lachsfischerei bedeutendsten Flüssen Islands. Der Name „Laugarbakki“ deutet auf geothermisches Wasser hin („Laug“ bedeutet „heiße Quelle“). Die geothermische Energie wird hier sowohl für den landwirtschaftlichen Anbau in Treibhäusern, als auch für die Beheizung der Wohnräume genutzt. Seit 1972 versorgt Laugarbakki das 8 km entfernte Hvammstangi im Norden mit geothermischer Wärme. Die Saga von Grettir dem Starken ist eine der Familiensagas Islands und berichtet von Pferdekämpfen in Laugarbakki. Ungefähr 7 km südlich von Laugarbakki befindet sich der Hof Bjarg, wo Grettir im 10. Jahrhundert geboren wurde. Die Arnarvatnsheidi bietet von Laugarbakki aus leichten Zugang zu öffentlichen Fischereigebieten. In Laugarbakki sind auch Angellizenzen für die Seen in Arnavatnsheidi erhältlich. Sehenswürdigkeiten Mit 560 Einwohnern ist Hvammstangi die am dichtesten bevölkerte Region des Bezirks. Es handelt sich um ein Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum für die Bauerngemeinde. Seit 1895 ist Hvammstangi ein Handelsplatz, wovon auch der hochwertige Hafen zeugt. Shrimps und Seehasen (Kaviar) sind die wirtschaftlich bedeutendsten Meeresfrüchte der Region. Leichtindustrien wie z. B. Stricken oder die Produktion von Saatgut haben sich ebenfalls als Einnahmequellen bewährt. Das Geschäft „Bardusa“ bietet Ihnen ausgewählte Handarbeit. Hvammstangi verfügt über einen tollen Swimmingpool. Die alte Kirche unterliegt der Obhut des Nationalmuseums. Gleich neben ihr können Sie die einzige betriebsfähige Wassermühle Islands besichtigen. Besuchen Sie außerdem das isländische Robben-Center. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen über Robben, Folklore und mit Robben verbundenen Aberglauben. Die größten Robbenkolonien Islands finden sich auf der Halbinsel Vatnsnes (s. Karte). Ab kommenden Sommer (2010) werden die Robbenbeobachtungen als neue Touristenattraktion auch vom Boot aus angeboten. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Textes waren die genauen Daten über den Fahrplan leider noch nicht bekannt. Bitte informieren Sie sich an Ihrer Hotelrezeption! Eine Rundfahrt auf Vatnsnes lohnt sich! Auf der Schotterstraße empfiehlt es sich jedoch, vorsichtig zu fahren. Nehmen Sie etwas zu Essen mit auf den Weg (z. B. „Eddubiti“), und bleiben Sie für ein Picknick z. B. in Hvítserkur im Osten stehen (s. weiter unten). Die Strecke von Laugarbakki aus inkl. der Rundfahrt um die Halbinsel beträgt 94 km. Auf Vatnsnes können Sie sich an vielen Stellen ohne großen Aufwand den Robben nähern und sie beobachten. Einige dieser Orte sind z. B. Illugastadir nördlich von Hvammstangi und Ósar im Osten (s. Karte). Der Hof Illugastadir liegt auf der Nationalstraße Nr. 711 ca. 25 km nördlich von Hvammstangi (s. Karte). Hier wurden Einrichtungen geschaffen, um Ihnen das Beobachten der Robben so unkompliziert wie möglich zu machen. Das ganze Jahr über können Sie hier Robben beobachten, in einem geringeren Ausmaß jedoch zur Zeit der Geburt der Jungtiere (Mai/Anfang Juni). Ein Wanderweg führt zu einem kleinen Felsvorsprung am Strand. Die Robben befinden sich hier auf den Schären direkt vor Ihren Augen. Robben sind sehr neugierige Tiere. Sie werden relativ nahe an den Strand schwimmen, um Sie von der Nähe zu betrachten. Laut der jährlichen Robbenzählungen gab es letztes Jahr (am 25. August) 60 Robben auf den Schären vor Illugastadir. Von Anfang Mai bis Ende Juni ist diese Region auf Grund der Brutzeit der Eiderenten gesperrt! Illugastadir zählt zu den größten isländischen Brutstellen für Eiderenten. Wenige Kilometer nördlich von Illugastadir liegt die alte Kirche Tjorn. Der letzte Pfarrer dieser Gemeinde war der Schotte Robert Jack, der davor auch in Grímsey und in Neu Island in Kanada Pfarrer war. Er veröffentlichte zwei Bücher: „Arctic Living“(1965) und „Biography“(1974). Seit das Christentum in Island angenommen wurde, gab es in Tjörn immer eine Kirche. Über die Bucht von Húnaflói bietet sich Ihnen ein unvergesslicher Ausblick über den Bezirk Strandir. Hindisvik war einst der nördlichste Hof auf Vatnsnes. Heute finden Sie einen verlassenen Hof vor. Pfarrer Sigurdur Norland (1885-1971) lebte auf Hindisvík und predigte während vieler Jahre für die Kirchengemeinde von Tjörn. Der Pfarrer war besonders intelligent. Er studierte an der Universität von Island und erhielt mit 74 Jahren einen Bachelor-Titel in Griechisch. Außerdem verfügte er über Kenntnisse in Hebräisch. Er verfasste zahlreiche Gedichte und Verse in englischer Sprache. Auch eine Pferdezucht zählte zu seinen Hobbies. Seine Pferde waren als „Hindisvík“ bekannt. She is fine as morn‘ in May Der Vers handelt von seiner Lieblingsstute! Der Pfarrer engagierte sich auch sehr für den Schutz der Robben in Hindisvík. Der Hof war einst die beste Stelle für Robbenbeobachtungen. Der Verkehr wurde jedoch immer stärker, sodass der Hof letztendlich geschlossen werden musste: Die Robben suchten das Weite. Andere Aktivitäten Die Kirche zählt tausend kleine Fensterscheiben und tausend goldene Sterne an der Decke. Die Kanzel wurde der Kirche 1696 von Sheriff Lauritz Gottorp geschenkt. Sie stammt vermutlich aus den Niederlanden. Im Jahr 1667 spendete Gottorp auch das Taufbecken, ein außergewöhnliches Kunstwerk. Der Kelch und der Hostienteller wiederum waren eine Spende von Johann Gottorp, dem Sohn von Lauritz. Einige der Artefakte aus der Kirche werden heute im Nationalmuseum ausgestellt. Die Verwaltung der Kirche erfolgt vom Steinnes-Hof aus. Es werden auch Besichtigungen angeboten. Die Kirche und das Besucherzentrum Klausturstofa („Klosterzimmer“) sind vom 1. Juni bis 31. August geöffnet. Sehenswertes abseits der touristischen Wege Südlich von Thingeyrar, in der Nähe der Straßenkreuzung zwischen den Nationalstraßen Nr. 721 und Nr. 1, ca. 40 km von Laugarbakki entfernt, liegt das Tal Vatnsdalur. Die Region ist beliebt für Picknicks an der frischen Luft. Die zahlreichen Hügel am Eingang des Tales stammen von einer gigantischen Felslawine. Diese ging von jenem Berg ab, der sich quer durch das Tal zieht. Auf der Straße Nr. 722, welche eine Fortsetzung der Straße Nr. 721 ist, befindet sich der Hain Thordisarlundur. Die Gegend lädt Sie ein, hier Halt zu machen und die Schönheit der Landschaft auf sich einwirken zu lassen. Der Fluss, der durch das Tal fließt, ist der für die Lachsfischerei wichtigste Fluss Islands. Die Fischer-Lodge befindet sich in der Nähe von Thórdísarlundur. Der Hain wurde in Erinnerung an Thordis gepflanzt, der Tochter von Ingimundur dem Alten. Er war der erste Siedler in Vatnsdalur. Das Siedlungszeitalter dauerte von 870 bis 930. Eine Felslawine zerstörte in diesem Tal im Jahr 1545 den Skidastadir-Hof und kostete 14 Menschen das Leben. Diese Lawinen sind hier keine Seltenheit. Eine Volkssage mit demselben Namen erzählt von jener Lawine im Jahr 1545. Im westlichen Teil des Tals sehen Sie drei kleine Hügelchen, „Thristapar“ („Drei Gipfel“) genannt. Hier fand am 12. Jänner 1830 die letzte Exekution in ganz Island statt. Fridrik Sigurdsson und Agnes Magnusdottir wurden für die Morde an dem Bauern Natan Ketilsson und dessen Gast Petur Jonsson enthauptet. Fahren Sie von Laugarbakki ca. 7 km in den Süden zum Hof Bjarg. Grettir Asmundarson der Starke – der Held aus Grettirs Saga – wurde im 10. Jahrhundert hier geboren. Seiner Mutter Asdis wurde auf diesem Hof ein Denkmal errichtet. Sie musste wegen des Verhaltens ihres Sohnes Grettir so einiges ertragen. Er war ein verrückter Bandit, der zwanzig Jahre lang durch Island zog, bis er und sein Bruder Illugi im Jahr 1030 auf der Insel Drangey getötet wurden. Ein kleines Hügelchen in seiner Heimat Bjarg zeigt, wo der Kopf Grettirs beigesetzt wurde. Es handelt sich um eine geschützte Stelle. Hier findet jedes Jahr während des Grettir-Festivals eine Kraftprobe statt. Der Gewinner erhält den Grettir-Preis.
Kola von Kolugljufur Bei der Schlucht und in den touristischen Einrichtungen finden Sie Informationsschilder. Das Mädchen von Skidastadir und der Rabe Ein Ort für das Böse Über Drangey wurden zahlreiche Volkssagen geschrieben. Eine davon handelt von zwei Nachttrollen, die auf der Insel Hegranes in Skagafjördur lebten. Sie wollten ihre Kuh nach Strandir bringen, um sie von einem Stier decken zu lassen. Sie begannen ihre Reise jedoch etwas zu spät, und die Morgendämmerung brach an. Die ersten Sonnenstrahlen ließen sie zu Felsen erstarren. Der Felsen im Westen der Insel stellt den Troll-Mann dar, die Insel Drangey die Kuh, und der Felsen im Osten die Troll-Frau. Viele Bauern verloren außerdem ihr Leben beim Eiersammeln in Drangey. Häufig waren die Geschehnisse mehr als verdächtig. Es kam auch vor, dass die Seile ihrer Boote durchgeschnitten wurden. Diese Ereignisse wurden einem Monster zugeschrieben, welches auf seinen Klippen keine Menschen duldete. Der gutmütige Bischof Gudmundur Arason fuhr daher mit einigen Geistlichen auf die Insel. Als er begann, die Klippen mit Weihwasser zu weihen, erschien eine riesige Hand mit einem Schwert aus den Felsen. Das Seil wurde durchgeschnitten, und es ertönte eine Stimme, die sagte: „Schluss mit den Segenswünschen, Bischof Gvendur! Lass' einen Ort für das Böse!“ Der Bischof hörte auf, die Klippen zu weihen. Teile der Klippen werden immer noch „Heidnaberg“ („Heidenklippen“) genannt. Hier finden sich weitaus mehr Vögel als irgendwo sonst auf Drangey. Wir empfehlen folgendes Buch (nur in englischer Sprache erhältlich): A Travelers Guide to Icelandic Folk Tales, von Jon R. Hjalmarsson
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