Hotel Edda Neskaupsstadur
Genießen Sie den Osten Islands Noch vor fünfzig Jahren konnte man Neskaupstadur nur auf dem Seeweg erreichen. Es gab keine Straßenverbindung mit dem Rest des Landes. Seither hat die Region touristisch aufgeholt: Zahlreiche Besucher strömen regelrecht in das außergewöhnliche Naturschutzgebiet und zum naheliegenden Nordfjördur, einem der schönsten Ostfjorde. Außerdem befindet sich der östlichste Punkt Islands, Gerpir, in der Nähe, ebenso wie spannende Museen in Reydarfjördur und Eskifjördur. • 29 Zimmer, alle mit Badezimmer Aktivitäten Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen, oder wenn wir Ihnen bei der Organisation einer der oben genannten Aktivitäten behilflich sein können.
Neskaupstadur ist ein Dorf mit 1.400 Einwohnern auf der Nordseite des Nordfjördur. Das „Siedlungsbuch“ erzählt uns, dass sich Erik der Rote hier niedergelassen hat. Seit 1895 wird in Neskaupstadur Handel betrieben, aber erst seit 1949 kann der Ort auf dem Landweg erreicht werden. Davor musste jeglicher Transport auf dem Seeweg erfolgen. Fischfang und Fischverarbeitung zählen seit jeher zur Haupteinnahmequelle der Bevölkerung. Fossilien von zwölf Millionen Jahre alten Baumstämmen wurden im Raudu Skridur (rotes Geröll) im Nordfjördur gefunden. 1974 wurden hier 12 Personen von einer Lawine getötet. Man hat jedoch beachtliche landschaftliche Veränderungen vorgenommen, um eine Wiederholung dieses Unglücks zu verhindern. Das erste Naturschutzgebiet in Island wurde 1972 gegründet. Die Entfernung von Hofn in Hornafjördur nach Neskaupstadur beträgt 269 km. Auf dieser Strecke erwarten Sie zahlreiche sehenswerte Plätze.
Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Neskaupstadur Gemeinsam mit den äußeren Westfjorden sind die 16 Millionen Jahre alten Ostfjorde der älteste Teil Islands. In den Ostfjorden befinden sich 17 erloschene Vulkansysteme. Jedes von ihnen verfügt über einen Zentralvulkan. Wenn sie von Hornafjördur durch Lón nach Álftafjördur fahren, dann reisen Sie übrigens auf einem Vulkan. Gletscher und Erosionen haben das Lavagestein wegbewegt und tiefere Intrusionen freigelegt, wie z. B. Vesturhorn.
Der Fjord Álftafjördur Der südlichste Fjord der Ostfjorde heißt Álftafjördur. Álftafjördur ist eine Lagune, die nahe einem Sandriff liegt. Hunderte von Singschwänen brüten hier und haben dem Fjord auch seinen Namen verliehen („Álft“ bedeutet „Schwan“). Die Saga von Njal erzählt vom Missionar Thangbrandur, der vom norwegischen König Olaf Tryggvason nach Island geschickt wurde, um die Isländer zum Christentum zu bekehren. Thangbrandur ließ sich auf dem Hof Thvotta nieder (s. Karte). Später wurde er jedoch wegen der Morde an drei Männern aus Island vertrieben.
Das Fischerdorf Djúpivogur Djúpivogur ist ein kleines Fischerdorf mit 390 Einwohnern. Deutsche Handelsleute ließen sich hier im Jahr 1589 nieder. Das alte Haus Langabud („rotes Gebäude“) ist ein Handelshaus aus 1790. Der faszinierende Berg Bulandstindur (1.070 m) erhebt sich als Kulisse hinter dem Dorf. Djúpivogur ist ein beliebtes Plätzchen für Vogelbeobachtungen. 2002 wurde hier ein Vogel- und Felsenmuseum eröffnet. In diesem Museum finden sich Kollektionen von 130 Vogelarten, lokale sowie Zugvögel. Hier werden Nester und Eier ausgestellt, ebenso wie Bücher über und Fotos von Vögeln. Außerdem können zahlreiche interessante Felsen und Mineralien aus dem Gebiet von Djúpivogur besichtigt werden. Die Öffnungszeiten des Museums sind von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Der Fjord Berufjördur Berufjördur ist ein großer Fjord im Norden von Djúpivogur. Es gibt hier zahlreiche hohe und wunderschöne, farbenfrohe Gebirge aus Rhyolith. In Berufjördur findet sich eine seltene Vielfalt an Ryholit und grünem Ignimbrit. Ignimbrit bildet sich bei sogenannten Peleanischen Eruptionen, bei denen feuerrote Massen den Vulkan hinunterlaufen. Dies kommt vor, wenn ein Teil des Berges explodiert und eine große Menge Lava herausströmt. In Berufjördur spielt auch die Handlung der Volkssage vom Trollpärchen Bera und Soti. Viele Plätze im Osten sind nach Bera benannt. Der Hof am Ende des Berufjördurs wurde 1627 von türkischen Piraten angegriffen. Sie töteten jeden und brannten den Hof nieder.
Das Dorf Breiddalsvík Breiddalsvík ist ein kleines Dorf mit 182 Einwohnern in der gleichnamigen Bucht. Der Fischfang und die Fischverarbeitung stellen die Haupteinnahmequelle der Einwohner dar. Vor der Küste liegen Inseln, auf denen hunderte von Eiderenten nisten, und auf denen Sie die Robben sehen können. Das Hotel Bláfell ist bei Touristen beliebt, da hier schmackhafte Gerichte der traditionellen isländischen Küche serviert werden.
In Breiddalsvík befindet sich das größte Flachlandgebiet der Ostfjorde. Gleichzeitig zählen die Berge zu den höchsten im Osten Islands (ca. 1.100 bis 1.200 m). Viele der Berge sind farblich auffallende Rhyolit-Felsen. Rhyolit ist ein feinkörniges, dichtes Vulkangestein, das bei Eruptionen gebildet wird.
Der Fjord Stödvarfjördur Der nächste Fjord nach Breiddalsvík ist der kleine aber wunderschöne Fjord Stödvarfjördur. Wie in den anderen Dörfern der Ostfjorde ist auch hier der Fischfang die Haupteinnahmequelle. Die Besichtigung von Petras Steinmuseum ist ein Muss. Es handelt sich hier um die größte Kollektion von Felsen und Mineralien in Island. Petra hat sie alle im Laufe ihres Lebens gesammelt.
Die Bevölkerung von Fáskrúdsfjördur zählt ca. 600 Personen. In der Vergangenheit war dieses Dorf die Hauptsiedlungsstätte für französische Fischer. Sie verfügten über ein Krankenhaus (1903 erbaut), eine Kapelle und einen Friedhof mit über 100 Grabstätten. Sämtliche Straßen in Fáskrúdsfjördur tragen sowohl isländische als auch französische Namen. Ende Juli werden hier jedes Jahr die „Französischen Tage“ gefeiert. Viele Leute aus Fáskrúdsfjördur arbeiten in der Alcoa Aluminiumschmelzanlage in Reydarfjördur.
Der Fjord Reydarfjördur Ein Tunnel (6 km) zwischen Fáskrúdsfjördur und Reydarfjördur erleichtert es den Bewohnern, in der Aluminiumfabrik zu arbeiten. Reydarfjördur ist ein tiefer Fjord. Er ist außerdem der längste der Ostfjorde (29 km). Dank der Alcoa Schmelzanlage steigt die Einwohnerzahl. Derzeit leben hier über 2.000 Personen. Das für die Aluminiumproduktion benötigte Bauxit wird in Form von Tonerde via Seefracht aus Australien geliefert. Durch Elektrolyse wird es in der Fabrik in Aluminium umgewandelt. Die Alcoa Schmelzanlage startete die Produktion im April 2002. Die Jahreskapazität beläuft sich auf 346.000 Tonnen Aluminium. Die Fabrik beschäftigt 400 Personen. Während des Zweiten Weltkriegs waren hier zwischen 1.200 und 1.300 Soldaten der Alliierten stationiert. Die örtliche Bevölkerung betrug zu dieser Zeit 321 Personen. Die Strecke von Reydarfjördur nach Egilsstadir führt Sie durch das Tal Fagridalur und beträgt 33 km.
Das Naturschutzgebiet Holmanes Ihre Fahrt von Reydarfjördur nach Eskifjördur führt Sie durch das Naturschutzgebiet Holmanes. Das Gebiet ist für seine beeindruckende Vogelwelt bekannt (z. B. Papageientaucher und Eiderenten), sowie auch für seine merkwürdigen Felsformationen. Holmanes liegt ca. 10 km von Reydarfjördur entfernt. In Langhamar befindet sich ein Prophetengrab. Die Prophetin sagte einst, dass niemand Reydarfjördur einnehmen konnte, solange ihre Gebeine intakt wären. Als 1627 die Türken kamen, kochte sie einen Wetter-Zaubertrank gegen die Eindringlinge, die versuchten, in den Reydarfjördur zu segeln. Sie mussten den Fjord verlassen.
Der Fjord Eskifjördur ist ein Binnenfjord nördlich von Reydarfjördur. Auf Ihrem Weg nach Neskaupstadur fahren Sie hier durch. In einem alten Gebäude aus dem Jahr 1816 finden Sie ein interessantes Meeresmuseum. Das Museum hat von Juni bis August täglich von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Das Dorf bietet Ihnen sämtliche modernen Annehmlichkeiten, inklusive einem Swimmingpool im Freien. Ungefähr 6 km von Eskifjördur entfernt liegt die alte Mine, in der das als Islandspat bekannte Kristall abgebaut wurde (Helgustadarnama; s. Karte). Der Großteil des Islandspats, das in ausländischen Museen ausgestellt wird, stammt von hier. Islandspat ist bekannt als absolut reine Variante von Kalkspat. Dieses Mineral formt Kristalle. Wenn Sie durch das Kristall blicken, sehen Sie aufgrund der Lichtbrechung zwei Bilder. In der Vergangenheit wurde Islandspat für Mikroskope verwendet.
Der Bergpass Oddsskard Von Eskifjördur nach Neskaupstadur fahren Sie 25 km. Der Bergpass zwischen Eskifjördur und Neskaupstadur ist 705 m hoch. Auf 632 m Höhe befindet sich ein kurzer Tunnel. Dieser Tunnel wurde 1977 eröffnet. Die Straße über den Bergpass wurde erst 1949 eröffnet. Neskaupstadur wurde damit endlich mit dem restlichen Straßensystem Islands verbunden. Jeglicher Transport musste davor auf dem Seeweg erfolgen. Das Skigebiet für Neskaupstadur befindet sich auf Oddsskard („Skard“ bedeutet „Bergpass“). Auf dem Berg stehen Ihnen außerdem viele Wanderwege zur Verfügung.
Der Wasserfall Hengifoss Hengifoss ist der höchste Wasserfall in Nordfjördur. Er befindet sich in einem Fluss in Seldalur, ca. 10 km westlich des Dorfes. Biegen Sie rechts nach Seldalur ein. Sie finden den Wasserfall in einer malerischen Schlucht mit schöner Vegetation. Die Grube neben dem Wasserfall wird „kærleikslaut“ genannt. Es bedeutet „Liebesnest“. Der Platz eignet sich sehr gut für ein Picknick. Seien Sie beruhigt – das Trollweib, das in der Grotte hinter dem Wasserfall lebte, ist heute nicht mehr dort. Sie hat den Kampf mit Loftur vom naheliegenden Hof Skorrastadur verloren und verschwand für immer. Dieses Gebiet eignet sich auch optimal für Wanderungen.
Das Naturschutzgebiet in Nordfjördur existiert seit 1972 und ist unter den Einheimischen sehr bekannt. Es liegt gleich außerhalb des Dorfs im Osten. Gehen Sie entlang der Küste zur sogenannten Osthöhle. Bei Ebbe können Sie die Höhle ohne Bedenken betreten. Es gibt eine Leiter, die in die Höhle hinunterführt. Das Meer hat diese Höhle geformt. Eine Volkssage erzählt uns, dass der Bauer von Bakki dort eine Robbenfrau vorgefunden hat. Er nahm sie mit nach Hause und heiratete sie. Nachdem das siebente Kind geboren worden war, kehrte sie jedoch zurück ins Meer. Man kann in diesem Gebiet Löcher in der Lava sehen, die von zehn oder zwölf Millionen Jahren alten Bäumen stammen. Ein Lehrpfad liefert Ihnen Informationen über viele Elemente der lokalen Naturschönheiten.
Naddi von Njardvík In Njardvík im Norden des östlichen Borgarfjördur befindet sich ein steiler Berghang mit einer schmalen und gefährlichen Straße. Eine Reise auf dieser Straße konnte früher den Tod bedeuten, denn die Kreatur Naddi trieb in diesem Gebiet ihr Unwesen. Viele Menschen starben hier. Naddi lebte in einer Höhle nördlich des Schottergebietes. Das Ungeheuer wurde besiegt, indem man ein hölzernes Kreuz mit einer lateinischen Inschrift neben der Straße aufstellte. Das Kreuz wurde immer wieder erneuert und steht heute noch an seinem Platz. Die Inschrift lautet: Effigiem Christi, qui transit, pronus honora. Anno MCCCVI. (Verbeuge dich und ehre dieses Bildnis Christi, du, der du vorbeiziehst. A.D. 1306). Naddis Oberkörper war der eines Mannes, den Unterkörper jedoch hatte er von einem Ungeheuer.
Die Elfenkönigin von Snotrunes Diese Geschichte erzählt von einer feinen Dame, die auf den Hof von Nes in Borgarfjördur kam und sich hier niederließ. Ihr Name war Snotra. Jeden Weihnachtsabend verschwand sie. Niemand wusste, wohin sie ging. Wenn sie zurückkam, fragte sie jedes Mal den Hofverwalter, ob er wüsste, wo sie gewesen sei. Er wusste es nicht, und löste sich deshalb in Luft auf. Dies geschah an drei aufeinander folgenden Weihnachten. Um die Geschichte hier etwas abzukürzen: Eines Weihnachtsabends folgte ihr ein Hofverwalter. Sie warf einen Schleier über sich, und einen über den Verwalter, und sprang ins Meer. Er tat ihr gleich. Sie kamen in ein bezauberndes Land voll Musik und Fröhlichkeit. Ein stattlicher König, der allem Anschein nach Snotras Ehemann war, grüßte sie und führte sie in ein großes Gebäude. Der Verwalter konnte in einem der Gebäude ein großes Fest mit verfolgen. Als Weihnachten vorbei war, kehrten die beiden zurück. Der Verwalter wusste diesmal natürlich, wo Snotra gewesen war. Ihr Fluch war nun gebrochen, und sie konnte zu ihrem Ehemann zurückkehren. Die Elfenkönigin schenkte dem Verwalter den Hof und verschwand für immer.
Der Meister von Skrudur und des Pfarrers Tochter Östlich von Reydarfjördur liegt die Insel Skrudur. Eine Geschichte erzählt vom Verschwinden des Pfarrers Tochter in Holmanes in Reydarfjördur. Sie wurde offenbar von einem Troll auf der Insel Skrudur mit einem Fluch belegt. Der Troll war als der Meister von Skrudur bekannt. Es geschah eines Winters, dass ein Boot aufgrund eines starken Sturms nicht anlegen konnte, und unter den Klippen von Skrudur Schutz suchte. Die Besatzung des Boots schaffte es, sich an Land zu retten. Die Männer begannen, die Ballade von der Jungfrau zu singen. Plötzlich tat sich der Felsen auf und eine große Hand reichte den Seemännern einen Teller mit Haferbrei und Löffeln. Eine Stimme sagte: „Meine Frau ist nun vergnügt. Ich bin nun nicht vergnügt.“ Man erzählte sich, dass es sich bei der Frau um des Pfarrers Tochter handelte. Dasselbe passierte auch der Besatzung eines anderen Schiffes. Einige Jahre später zog Bischof Gudmundur der Gute durch den Bezirk. Der Pfarrer in Holmanes bat ihn, die Insel Skrudur zu weihen. In dieser Nacht aber träumte der Bischof davon, dass ein riesiger Mann zu ihm trat und ihn bat, Skrudur nicht zu weihen. Es würde sehr schwierig für ihn sein, weiterzuziehen. Der Bischof folgte der Bitte des Mannes und entschied sich gegen die Weihe der Insel. Wir empfehlen folgendes Buch (nur in englischer Sprache erhältlich): A Travelers Guide to Icelandic Folk Tales, von Jon R. Hjalmarsson Andere Aktivitäten in Neskaupstadur
Das Hafenhaus-Museum Bei diesem Museum handelt es sich um ein Meeresmuseum, ein Kunstmuseum und ein naturhistorisches Museum. Es ist von Juni bis August täglich von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Die Lawinenschranke Fahren Sie bis zur Schranke hoch. Rund um die Schranke und über sie wurde ein Wanderweg errichtet. Von hier aus haben Sie einen wunderschönen Ausblick auf den Fjord. Am 20. Dezember 1974 tötete hier eine Lawine 12 Personen. Daraufhin wurde diese Schranke errichtet, um eine Wiederholung dieses Unglücks zu verhindern.
Fjord-Segeltouren mit Fjardarferdir Täglich finden Segeltouren durch den Nordfjördur zu den verlassenen Fjorden Hellisfjördur und Vidfjördur statt. Die Boote fahren nahe an die von Vögeln bewohnten Klippen heran, auch an die wunderschönen Roten Klippen. Diese Tour bringt Sie auch in die Nähe von Gerpir, den östlichsten Punkt Islands, und nach Dalatangi (s. Karte). Das Boot segelt hoch bis nahe an die Nordfjardanipa, die höchsten Meeresklippen (819 m) in Island.
Der Golfplatz Der Golfclub von Nordfjördur befindet sich neben dem Flughafen, westlich der Stadt. Er verfügt über 9 Loch, Par 70 (35/35) www.golf.is/gn (auch auf Englisch verfügbar).
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