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Hotel Edda Akureyri

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Das Land der Mitternachtssonne

Islands zweitgrößte Stadt Akureyri – die sogenannte „Hauptstadt des Nordens“ – ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der felsigen Nordküste. Der idyllische See Mývatn ist auf dem Landweg zu erreichen, und eine kurze Fahrt auf einer Fähre bringt Sie zum Vogelschutzgebiet auf der Insel Hrísey. Die Wälder von Kjarnaskogur und Vaglaskogur befinden sich in Ihrer unmittelbaren Nähe. Außerdem können Sie hervorragenden Lachs oder Forellen angeln. Auch Angeln im Meer ist hier möglich. Der Anblick der Sonne, wie sie im Frühsommer zur Mitternacht am Horizont schwebt, ist unvergesslich.

•    204 Zimmer insgesamt
•    118 Edda Plus-Zimmer mit Badezimmer, TV und Telefon
•    14 Zimmer mit Badezimmer
•    72 Zimmer mit Waschbecken
•    Swimmingpool im Freien und Whirlpool
•    Besprechungsräume
•    Kaffeehaus
•    Öffnungsperiode: 11. Juni bis 22. August 2012

Aktivitäten
•    Swimmingpool im Freien
•    Botanische Gärten
•    Waldwanderungen
•    Wandern und Bergsteigen
•    Walbeobachtung
•    Vogelbeobachtung
•    Reiten
•    Museen und Galerien
•    Der weltweit nördlichste 18-Loch-Golfplatz

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen, oder wenn wir Ihnen bei der Organisation einer der oben genannten Aktivitäten behilflich sein können.

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Akureyri befindet sich 390 km von der isländischen Hauptstadt Reykjavík entfernt. Von Egilsstadir, dem östlichen Verwaltungszentrum, befindet es sich 265 km entfernt. Die Stadt ist inmitten eines der längsten isländischen Fjorde gelegen, dem Eyafjördur, und wird von beeindruckenden Gebirgen umgeben. Akureyri liegt ca. 60 km südlich des nördlichen Polarkreises. Im Sommer können die Temperaturen dennoch bis zu 25°C erreichen. Im Winter schneit es mitunter heftig und es herrschen kalte Temperaturen. Die nördliche Lage von Akureyri hatte bedeutenden Einfluss auf die Gemeinde. Im 16. Jahrhundert begann der Handel bereits, eine Rolle zu spielen. Jedoch verlegten die Händler erst 1760 ihren festen Wohnsitz nach Akureyri. Mit rund 16.000 Einwohnern handelt es sich um die größte Gemeinde außerhalb der Hauptstadt Reykjavík.

Das kulturelle Leben und die Unterhaltungsindustrie florieren in Akureyri. Die Stadt kann mit einem Sinfonieorchester, einem Theater, Kunstmuseen, Kaffeehäusern, Restaurants und Nachtclubs aufwarten. Außerdem findet sich eine Vielzahl von Geschäften in der Stadt, in denen Markenprodukte verkauft werden. 1987 wurde die Universität von Akureyri eröffnet. Der Botanische Garten wurde 1912 gegründet (s. weiter unten). Auch der nördlichste Golfplatz Islands befindet sich in Akureyri. Jedes Jahr im Juni finden hier Golfwettbewerbe statt, die sogenannten „Akureyri-Open“. Diese Veranstaltung lockt auch zahlreiche Golfspieler aus Übersee in den Norden Islands. Der Abschlag findet um Mitternacht statt, und danach wird unter der Mitternachtssonne bis in die frühen Morgenstunden gegolft.

Sehenswürdigkeiten
Akureyri liegt inmitten zahlreicher Sehenswürdigkeiten. Der Museumshof Laufás, der Wasserfall Godafoss, der Mývatn-See, die Bucht Húsavík und die Insel Grímsey, die direkt auf dem Polarkreis liegt warten darauf, Sie zu beeindrucken.

Der Museumshof Laufas
Auf der Ostseite des Fjords Eyafjördur liegt der Museumshof Laufás, 30 km von Akureyri entfernt. In dem Gebäude aus dem Jahr 1940 mit dem Giebeldach lebten in vergangenen Tagen zwischen 20 und 30 Personen. Der Museumshof zeigt, wie die Menschen in Island im 19. Jahrhundert lebten. Die ausgestellten Artefakte sind lokaler Herkunft oder wurden im Bezirk gesammelt. Es handelt sich um Werkzeuge oder Küchengeräte, die früher benutzt wurden. Dieser Hof war einst ein Landgut mit zugehöriger Kirche.. Viele gelehrte Männer waren Pastoren auf Laufás. Pastor Björn Halldórsson ist vermutlich der bekannteste unter ihnen. In seiner Amtszeit wurde das bestehende Hofgebäude erbaut. Die Landwirtschaft auf Laufás bestand u. a. aus dem Fischfang und dem Sammeln von Eiderdaunen. Die Kirche aus 1965 ist mit einer Kanzel aus dem Jahr 1698 ausgestattet. Der erste Priester, über den es Aufzeichnungen gibt, ist Ketill aus dem Jahr 1047.

50 km von Akureyri entfernt wartet der Godafoss-Wasserfall auf Ihren Besuch. Fahren Sie die Ringstraße Nr. 1 bis zum Bergpass Víkurskard im Osten des Fjords Eyafjördur entlang (s. Karte). Auf dem Weg zum Godafoss-Wasserfall fahren Sie erst eine kurze Strecke durch das Fnjóskadalur-Tal, entlang des Lachsflusses Fnjóská. Danach biegen Sie auf den Bergpass Ljosavatnsskard ein. Dieser Pass ist eigentlich ein breites Tal zwischen Fnjóskadalur im Westen und Bardardalur im Osten (s. Karte). Auf beiden Seiten befinden sich hohe Berge. Schuttablagerungen (Moränen), die von Eiszeitgletschern übrig geblieben sind, liegen über das Tal verstreut. Im Osten des Tals können Sie den Ljósavatn-See besichtigen.

Der Eistaucher (Gavia Immer), ein nordamerikanischer Vogel, ist hier sehr oft zu sehen. Das Gebiet am Seeufer bietet sich optimal für ein Picknick an. Hier stand der Hof des Häuptlings Thorgeir Thorkelsson, der im Jahr 1000 erklärte, dass die Christliche Religion Islands offizielle Religion sein sollte. Der Godafoss-Wasserfall befindet sich im Fluss Skjálfandafljót in der Nähe des Fosshóll-Hofs in Bardardalur (s. Karte). Einen beachtlichen Teil seiner Strecke fließt der Fluss in einer Klamm. Die Isländersagas erzählen uns, dass Thorgeir Thorkelsson, der Häuptling von Ljósavatn, seine heidnischen Götzen in diesen Wasserfall warf, als er vom Althing nach Hause kehrte. Spazieren Sie flussabwärts in Richtung Fosshóll und bestaunen Sie die eigenartigen Felsformationen.

In Skutustadir beim Mývatn-See, 88 km von Akureyri entfernt, kommen Sie an zwei Hotels vorbei. Halten Sie hier und gehen Sie zwischen den Pseudokratern spazieren. Wenn geschmolzene Lava über Nassgebiete fließt, hat dies Explosionen zur Folge (hydromagmatische Reaktion). So entsteht diese Art von Krater. Das Wasser unterhalb der Lava wird überhitzt und explodiert, indem die Lava in kreisförmigen Kratern hochgeschleudert wird. Diese Krater gibt es an vier Stellen in Island, sowie auch auf dem Planeten Mars, jedoch nirgends sonst.

Setzen Sie Ihre Reise für ungefähr 5 km fort und biegen Sie rechts nach Dimmuborgir ein. Die Landschaft in Dimmuborgir liegt wie ein Labyrinth vor Ihnen. Sie finden hier ein großflächiges Areal aus Lavaformationen, Tunneln und kleinen Höhlen. Die berühmteste Formation ist „die Kirche“; eine große Höhle, die wie ein Kirchenturm aussieht. Bewegen Sie sich nur innerhalb der markierten Wege. Die blauen Markierungen beschreiben einen kurzen Spaziergang, die gelben und roten Strecken sind für längere Wanderungen gedacht. Auf den längeren Wegen gibt es immer wieder Plätze, die sich Ihnen für ein Picknick inmitten der dunklen Stadt anbieten. Besorgen Sie sich vor Ihrer Wanderung entweder beim Eingang oder im Informationszentrum eine Karte. Die dunkle Stadt Dimmuborgir entstand vor ca. 2.000 Jahren. Zu Beginn befand sich hier lediglich ein großflächiger Lavasee. Nach und nach begann die Lavaoberfläche, abzukühlen. Die heiße Lava im Inneren des Sees fand jedoch immer wieder Ausgänge und floss unter der bereits kälteren Decke hervor. Die erkalteten Säulen verankerten sich darunter, aber die Decke brach hinunter. An manchen Stellen können Sie sehr gut sehen, wie die Decke die Oberfläche der emporragenden Klippen zerkratzt hat, als sie hinunter gebrochen ist.

Reykjahlid am Myvatn-See liegt 99 km von Akureyri entfernt. Die natürliche Schönheit des Mývatn-Sees und seiner Umgebung entstand während tausenden von Jahren durch vulkanische Aktivitäten. Mit einer Fläche von 36,5 km² ist der See für seine außergewöhnliche Vogelwelt bekannt. 17 verschiedene Enten-Spezies leben hier. Jede in Island ansässige Entenart ist am Mývatn-See und auch im Laxa-Fluss („Lachsfluss“, Abfluss des Mývatn-Sees) zu finden. Unter ihnen befinden sich zwei nordamerikanische Entenarten, die nirgends sonst in Europa brüten: Die Kragenente und die Spatelente. Der See ist seicht und eignet sich daher optimal für die tauchende Futtersuche der Enten. Das Wort „Mývatn“ bedeutet „Mücke“. Gemeint sind die chironomidae. Zwei unterschiedliche Arten kommen im See vor. Sie sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Eine kugelförmige grüne Alge (cladophora segagropila) wächst außerdem am Grund des Mývatn-Sees. Dieselbe Alge kommt auch im Akan-See auf der Hokkaido-Insel in Japan vor. In Japan wird diese Alge Marimo genannt. Ihr isländischer Name lautet Vatnamyll. Der Mývatn-See ist außerdem reich an Forellen. Die Bauern fischen diese in Netzen, oder – während des Winters – durch das Eis. Halten Sie auf Ihrer Rückfahrt nach Akureyri in Reykjahlíd am nördlichen Seeufer. Probieren Sie dort das Schwarzbrot, das in heißem Lehm über Nacht gebacken wird. Serviert wird es als Beilage zur Räucherforelle aus dem See. Köstlich!

Beobachten Sie die Tumuli in der Lava. Unter Tumulus (EZ) oder Tumuli (MZ) versteht man Anhäufungen oder kuppelähnliche Erhebungen auf der Kruste eines Lavastroms. Die Lava stammt vom Vulkanausbruch aus dem Jahr 1724. Bis auf das Graumoos ist die Vegetation noch immer nicht wieder hergestellt. Beobachten Sie vor allem, dass die Lava links und rechts an der Kirche vorbeigelaufen ist, die Kirche selbst jedoch nicht berührt hat.
 
In Namafjall herrschen extrem hohe Temperaturen, die in 1.000 m Tiefe bis zu 200°C oder mehr erreichen können. Es gibt Solfatare (Ausdünstung schwefelhaltiger heißer Dämpfe in ehemaligen Vulkangebieten) und Fumarole (vulkanische Dampfquellen). Wo Extremtemperaturen herrschen, ist der Boden unfruchtbar und dürr. Dies wird von der geothermischen Luft und dem säurehaltigen Umfeld bedingt. Es gibt hier reichhaltiges Vorkommen an Schwefel. Von 1279 an, möglicherweise auch schon früher, wurde der Schwefel gefördert. Im europäischen Raum wurde dieser Schwefel für die Herstellung von Waffenpulver verwendet. 1905 ist diese Quelle jedoch versiegt. Bleiben Sie unbedingt innerhalb der markierten Wege! Es sind bereits ernsthafte Unfälle passiert, wenn Touristen die Wege verlassen haben und in den kochend heißen Schlamm unter der dünnen Kruste eingebrochen sind!

Treten Sie nicht näher an den brodelnden Schlamm heran, als bis zu jenen Spritzern am Boden, die Ihnen am nächsten sind!

In der Nähe des Bergrückens Namafjall befindet sich im Norden das Geothermalkraftwerk Krafla, benannt nach dem nahe gelegenen Vulkan. Eine beeindruckende Sehenswürdigkeit stellt der Krater Viti (deutsch: „Hölle“) dar. Er liegt an den südwestlichen Hängen des Vulkans Krafla. Der Krater hat einen Umfang von 300 Metern. Er wurde während einer gewaltigen Explosion im Jahr 1724 geformt. Diese Explosion stellte den Beginn der sogenannten Mývatn-Feuer dar, welche fünf Jahre lang dauerten. Es war der am längsten andauernde Vulkanausbruch in Island seit es Aufzeichnungen gibt. Nach der Explosion kochte das Wasser im Krater für die Dauer eines ganzen Jahrhunderts. Wenn Sie Zeit haben, bleiben Sie beim Kraftwerk stehen. Sie können sich hier einen interessanten Film über die vulkanischen Aktivitäten in diesem Gebiet, inklusive der periodischen Ausbrüche von 1975 bis 1984 zeigen lassen. In dieser Zeit fanden insgesamt 21 von der Plattentektonik hervorgerufene Aktivitäten statt. Zählt man all diese Aktivitäten zusammen, sind die beiden Platten (Nordamerikanische und Eurasische Platte) ca. 9 Meter auseinandergedriftet. Im Durchschnitt driften die Platten in Island etwas weniger als 2 cm pro Jahr auseinander. Der Dokumentarfilm ist sehr interessant und in vielen Sprachen verfügbar.

Husavik
liegt bei Mývatn, 54 km von Reykjahlíd entfernt. Der Name „Húsavík“ ist vermutlich der älteste Name für eine Ortschaft in Island. Der Forschungsreisende Gardar Svavarsson segelte um das Land und fand heraus, dass es sich um eine Insel handelte. Er errichtete für kalte Winter ein Haus in einer kleinen Bucht und nannte den Ort Húsavík. „Hús“ bedeutet „Haus“, und „Vík“ „kleine Bucht“. Dieses kleine Dorf ist in Island sehr bekannt für Walbeobachtungen. Außerdem können Sie hier ein Walmuseum besuchen, das Sie ausführlich über die Themen Wale und Walfang im Laufe der Jahrhunderte informiert. Der Fischfang und die Fischverarbeitung stellen die Haupteinnahmequelle der Einwohner dar. Die Kirche des Ortes ist sehr beeindruckend. Sie wurde 1907 geweiht. Zu dieser Zeit bot sie sämtlichen Gemeindebewohnern Platz. Sie wurde als Symbol für Húsavík angesehen. Der Architekt dieses Bauwerks heißt Rögnvaldur Ólafsson. Er errichtete im selben Design drei weitere, jedoch kleinere Kirchen in Island. Im Wal-Center (Informationszentrum) kann ein Rundgang in einer Fischfabrik gebucht werden. Auf dieser Tour wird Ihnen gezeigt, wie Fisch verarbeitet wird. Außerdem wird Ihnen das isländische Quotensystem für Fischerei-Management vorgestellt. Das Dorf liegt sehr nahe am Polarkreis. Im Sommer gibt es dort 24 Stunden Tageslicht. Die Mitternachtssonne verleiht dem Himmel oft einen romantischen Glanz. Im Winter, wenn die Nächte lang sind, ist der Himmel regelmäßig mit dem Polarlicht (Aurora Borealis) oder mit Sternen geschmückt. Die Strecke von Húsavík zurück nach Akureyri beträgt 91 km.


Andere Aktivitäten

Kirchenbesuch
Die erste Kirche in Akureyri wurde 1862 erbaut. Im Jahr 1941 wurde eine neue Kirche errichtet, und die ältere wurde abgerissen. Später wurde eine alte Landkirche an diese Stelle gebaut. Sie befindet sich nahe des Literaturmuseums „Nonni-Haus“ („Nonnahús“). 112 Stufen führen die Zwillingsturm-Kirche hinauf, und der Aufstieg lohnt sich. Die Fenster aus Bleikristall erzählen die Geschichte des Christentums in Island. Die beiden Fenster oberhalb des Altars stammen aus der Kathedrale in Coventry, England. Das Taufbecken wurde von Bertel Thorvaldsen errichtet; einem Isländer, der in Dänemark aufwuchs und dort lebte. Von der Decke hängt ein Schiff. Dies ist ein Brauch aus Dänemark. Nur zwei Kirchen in Island sind auf diese Art dekoriert. Die zweite befindet sich in Eyrarbakki, im Süden Islands.

Die Kunstgalerien in Listagil
Die Straße, die vor dem Hotel KEA vorbeiführt, heißt Kaupvangsstræti. In der Umgangssprache wird sie aber Listagil genannt, die „Schlucht der Kunst“. Sie finden hier das Kunstmuseum, die Schule für visuelle Kunst, sowie Handwerks- und Design-Workshops. Das Café Karolina auf derselben Straße ist ein guter Tipp für Kaffeeliebhaber.

Das Nonni-Haus wurde wahrscheinlich 1849 erbaut. Das Gebäude gehört heute dem Zonta Club in Akureyri. Es wird zu Ehren von Jón Sveinsson (1857-1944) als Literaturmuseum geführt. Er war Schriftsteller und Jesuitenpriester, und sein Cosename war „Nonni“. Im Museum werden viele Objekte aus seinem Nachlass ausgestellt, so zum Beispiel seine Bilder und zahlreiche Bücher in vielen Sprachen.

Sehenswertes abseits der touristischen Wege

Hrisey
ist eine 8 km² große Insel im Fjord Eyafjördur, östlich des Dorfes Dalvík. Die Fähre Sævar verkehrt täglich regelmäßig bis zum Abend vom kleinen Dörfchen Árskógssandur aus, das 35 km nördlich von Akureyri liegt. Die Fahrt dauert 15 Minuten. Im Süden der kleinen Insel befindet sich ein kleines Dörfchen mit 200 Einwohnern. Der Norden der Insel ist Privateigentum, das Betreten ist verboten. Weder Füchse noch Nerze leben auf dieser Insel. Jagen und Eiersammeln sind strengstens verboten. Daher ist diese Insel ein sicherer Hafen für Vögel und Vogelbeobachter. Vor allem im Herbst ist z. B. das Schneehuhn einfach zu entdecken. Auf der Insel Hrisey finden sich 35 brütende Vogelarten. Auch Europas größte Brutkolonie der Küstenseeschwalbe ist hier angesiedelt. Es gibt drei empfehlenswerte Wanderwege auf der Insel. Der auf der Karte grün markierte Weg ist 2,3 km lang, der gelb markierte Weg beschreibt eine 4,5 km lange Strecke, und die rote Strecke beläuft sich auf eine Wanderung von 5 km. Entlang der Wege befinden sich Schilder, die Ihnen Informationen über die jeweilige Umgebung liefern. Sie sollten zumindest einen der Wege ausprobieren!

Grimsey
ist eine 53 km² große Insel. Sie befindet sich 41 km vom Festland entfernt. Auf der Insel leben ca. 100 Personen. Fischfang und Fischverarbeitung stellen die Haupteinnahmequelle der Einwohner dar. Der Polarkreis verläuft direkt durch die Insel. Auf Grímsey gibt es einen Flughafen. Im Sommer ist die Insel eine beliebte Touristendestination. Sie können Grímsey entweder direkt mit dem Flugzeug von Akureyri aus erreichen, oder Sie nehmen die Fähre. Die Fähre verkehrt täglich zwischen Dalvik und Grímsey. Dalvik ist ein kleines Dorf 44 km nördlich von Akureyri, auf der westlichen Seite des Fjords Eyafjördur. Grimsey verfügt über eine atemberaubende Vogelwelt. Es wurden insgesamt über 60 Spezies beobachtet.  Sowohl die Vögel als auch deren Eier werden in der Gastronomie verwendet. Die Einwohner von Grimsey sind für ihr Geschick im Schachspiel bekannt. Der wohlhabende Amerikaner Willard Fiske (1831-1904) spendete den Inselbewohnern zahlreiche Schach-Sets und eine ausführliche Bibliothek über das Schachspiel (1.200 Bücher), sowie 12.000 US-Dollar. Jedes Jahr feiert man auf der kleinen Insel Grimsey den „Willard Fiske-Tag“.

Volkssagen aus Nordisland

Der Sensenmann von Tindar
Es war einmal ein Bauer auf dem Hof zu Tindar im Norden. Er war ein sehr guter Bauer und verfügte auch über einige übernatürliche Kräfte. Die Geschichte erzählt von einem ungewöhnlich harten Sommer, an dem sich an den Küsten Eis gebildet hatte und das Wetter kalt war. Das Gras wollte einfach nicht wachsen. Der Bauer Arni entschied, das Heu nicht zu mähen, sondern das Gras langsam wachsen zu lassen. Später aber fragte er den Teufel, ob er in einer Nacht das Gras mähen könnte. Sollte er erfolgreich sein, könne er am nächsten Morgen seinen Preis nennen. Der Teufel wollte die Seele des Bauern. Der Boden in Tindar ist jedoch sehr steinig und schwierig zu mähen. Arni hatte mehrere Sensen für den Teufel vorbereitet, da man beim Mähen oft an Felsen stieß. Der Teufel hatte seine Arbeit beinahe erledigt, als er zu den Ruinen der alten Kirche kam, die sich auf dem Feld befanden. Arni hatte auf einem Grasbüschel die Bibel platziert. Auf einem weiteren befand sich das Buch der Psalmen. Der Teufel kann Bücher wie diese nicht anfassen. Daher konnte er seine Arbeit nicht vollenden. Der Pakt war geplatzt.

Solveig und der Pfarrer Oddur
Diese Geschichte erzählt vom Dienstmädchen Solveig, das Selbstmord beging, und vom Pfarrer Oddur, der 1786 ohne jede Spur verschwand. Das Mädchen Solveig war das Hausmädchen des Pfarrers Oddur in der Kirche zu Miklibær in Skagafjördur. Sie verliebte sich in den Pfarrer und wollte, dass dieser sie zur Frau nehme. Der Pfarrer jedoch wollte davon nichts wissen. Sie wurde daraufhin verrückt und beging Selbstmord. Ihr letzter Wunsch war es, in geheiligtem Boden begraben zu werden. Doch der Pfarrer kam ihrer Bitte nicht nach. Sie wurde ohne jegliches Bestattungsritual außerhalb des Friedhofs begraben. In der Nacht darauf erschien Solveig dem Pfarrer im Traum und sagte: „Da du mir nicht erlaubst, in geheiligtem Boden zu ruhen, sollst auch du nicht dort ruhen.“ Sie begann, den Pfarrer heimzusuchen. Eines Tages ritt Pfarrer Oddur zu einer naheliegenden Kirche – und kehrte nie zurück. Am nächsten Morgen wurde des Pfarrers Pferd vor den Hoftoren gefunden. Vom Pfarrer fehlte jedoch jede Spur. Die Menschen waren sich sicher, dass ihn Solveig in ihr Grab gezogen hatte. Das Grab wurde jedoch nie geöffnet.

Wir empfehlen folgendes Buch (nur in englischer Sprache erhältlich): A Travelers Guide to Icelandic Folk Tales, von Jon R. Hjalmarsson

Ein Abendspaziergang

Der Botanische Garten ist sowohl bei den Einheimischen als auch unter den Touristen bekannt und beliebt. Auf dem Gelände können Sie eine große Vielfalt (über 4.000 Arten) isländischer und auch ausländischer Flora bewundern. Der Garten eignet sich optimal für jene, die dem täglichen Stress entkommen möchten, denn er bietet nicht nur unzählige Pflanzen, sondern auch einen friedvollen Park. Er eignet sich daher sehr gut, um darin zu lesen oder ein Picknick zu veranstalten. Der Botanische Garten wurde 1912 von einigen Frauen in Akureyri gegründet. Sie pflegten ihn bis 1953, als ihn die Stadt übernahm.
 
 

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