Hotel Edda Akureyri
Das Land der Mitternachtssonne Islands zweitgrößte Stadt Akureyri – die sogenannte „Hauptstadt des Nordens“ – ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der felsigen Nordküste. Der idyllische See Mývatn ist auf dem Landweg zu erreichen, und eine kurze Fahrt auf einer Fähre bringt Sie zum Vogelschutzgebiet auf der Insel Hrísey. Die Wälder von Kjarnaskogur und Vaglaskogur befinden sich in Ihrer unmittelbaren Nähe. Außerdem können Sie hervorragenden Lachs oder Forellen angeln. Auch Angeln im Meer ist hier möglich. Der Anblick der Sonne, wie sie im Frühsommer zur Mitternacht am Horizont schwebt, ist unvergesslich. • 204 Zimmer insgesamt Aktivitäten Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen, oder wenn wir Ihnen bei der Organisation einer der oben genannten Aktivitäten behilflich sein können.
Akureyri befindet sich 390 km von der isländischen Hauptstadt Reykjavík entfernt. Von Egilsstadir, dem östlichen Verwaltungszentrum, befindet es sich 265 km entfernt. Die Stadt ist inmitten eines der längsten isländischen Fjorde gelegen, dem Eyafjördur, und wird von beeindruckenden Gebirgen umgeben. Akureyri liegt ca. 60 km südlich des nördlichen Polarkreises. Im Sommer können die Temperaturen dennoch bis zu 25°C erreichen. Im Winter schneit es mitunter heftig und es herrschen kalte Temperaturen. Die nördliche Lage von Akureyri hatte bedeutenden Einfluss auf die Gemeinde. Im 16. Jahrhundert begann der Handel bereits, eine Rolle zu spielen. Jedoch verlegten die Händler erst 1760 ihren festen Wohnsitz nach Akureyri. Mit rund 16.000 Einwohnern handelt es sich um die größte Gemeinde außerhalb der Hauptstadt Reykjavík. Das kulturelle Leben und die Unterhaltungsindustrie florieren in Akureyri. Die Stadt kann mit einem Sinfonieorchester, einem Theater, Kunstmuseen, Kaffeehäusern, Restaurants und Nachtclubs aufwarten. Außerdem findet sich eine Vielzahl von Geschäften in der Stadt, in denen Markenprodukte verkauft werden. 1987 wurde die Universität von Akureyri eröffnet. Der Botanische Garten wurde 1912 gegründet (s. weiter unten). Auch der nördlichste Golfplatz Islands befindet sich in Akureyri. Jedes Jahr im Juni finden hier Golfwettbewerbe statt, die sogenannten „Akureyri-Open“. Diese Veranstaltung lockt auch zahlreiche Golfspieler aus Übersee in den Norden Islands. Der Abschlag findet um Mitternacht statt, und danach wird unter der Mitternachtssonne bis in die frühen Morgenstunden gegolft. Sehenswürdigkeiten Der Museumshof Laufas 50 km von Akureyri entfernt wartet der Godafoss-Wasserfall auf Ihren Besuch. Fahren Sie die Ringstraße Nr. 1 bis zum Bergpass Víkurskard im Osten des Fjords Eyafjördur entlang (s. Karte). Auf dem Weg zum Godafoss-Wasserfall fahren Sie erst eine kurze Strecke durch das Fnjóskadalur-Tal, entlang des Lachsflusses Fnjóská. Danach biegen Sie auf den Bergpass Ljosavatnsskard ein. Dieser Pass ist eigentlich ein breites Tal zwischen Fnjóskadalur im Westen und Bardardalur im Osten (s. Karte). Auf beiden Seiten befinden sich hohe Berge. Schuttablagerungen (Moränen), die von Eiszeitgletschern übrig geblieben sind, liegen über das Tal verstreut. Im Osten des Tals können Sie den Ljósavatn-See besichtigen. Der Eistaucher (Gavia Immer), ein nordamerikanischer Vogel, ist hier sehr oft zu sehen. Das Gebiet am Seeufer bietet sich optimal für ein Picknick an. Hier stand der Hof des Häuptlings Thorgeir Thorkelsson, der im Jahr 1000 erklärte, dass die Christliche Religion Islands offizielle Religion sein sollte. Der Godafoss-Wasserfall befindet sich im Fluss Skjálfandafljót in der Nähe des Fosshóll-Hofs in Bardardalur (s. Karte). Einen beachtlichen Teil seiner Strecke fließt der Fluss in einer Klamm. Die Isländersagas erzählen uns, dass Thorgeir Thorkelsson, der Häuptling von Ljósavatn, seine heidnischen Götzen in diesen Wasserfall warf, als er vom Althing nach Hause kehrte. Spazieren Sie flussabwärts in Richtung Fosshóll und bestaunen Sie die eigenartigen Felsformationen. In Skutustadir beim Mývatn-See, 88 km von Akureyri entfernt, kommen Sie an zwei Hotels vorbei. Halten Sie hier und gehen Sie zwischen den Pseudokratern spazieren. Wenn geschmolzene Lava über Nassgebiete fließt, hat dies Explosionen zur Folge (hydromagmatische Reaktion). So entsteht diese Art von Krater. Das Wasser unterhalb der Lava wird überhitzt und explodiert, indem die Lava in kreisförmigen Kratern hochgeschleudert wird. Diese Krater gibt es an vier Stellen in Island, sowie auch auf dem Planeten Mars, jedoch nirgends sonst. Setzen Sie Ihre Reise für ungefähr 5 km fort und biegen Sie rechts nach Dimmuborgir ein. Die Landschaft in Dimmuborgir liegt wie ein Labyrinth vor Ihnen. Sie finden hier ein großflächiges Areal aus Lavaformationen, Tunneln und kleinen Höhlen. Die berühmteste Formation ist „die Kirche“; eine große Höhle, die wie ein Kirchenturm aussieht. Bewegen Sie sich nur innerhalb der markierten Wege. Die blauen Markierungen beschreiben einen kurzen Spaziergang, die gelben und roten Strecken sind für längere Wanderungen gedacht. Auf den längeren Wegen gibt es immer wieder Plätze, die sich Ihnen für ein Picknick inmitten der dunklen Stadt anbieten. Besorgen Sie sich vor Ihrer Wanderung entweder beim Eingang oder im Informationszentrum eine Karte. Die dunkle Stadt Dimmuborgir entstand vor ca. 2.000 Jahren. Zu Beginn befand sich hier lediglich ein großflächiger Lavasee. Nach und nach begann die Lavaoberfläche, abzukühlen. Die heiße Lava im Inneren des Sees fand jedoch immer wieder Ausgänge und floss unter der bereits kälteren Decke hervor. Die erkalteten Säulen verankerten sich darunter, aber die Decke brach hinunter. An manchen Stellen können Sie sehr gut sehen, wie die Decke die Oberfläche der emporragenden Klippen zerkratzt hat, als sie hinunter gebrochen ist. Reykjahlid am Myvatn-See liegt 99 km von Akureyri entfernt. Die natürliche Schönheit des Mývatn-Sees und seiner Umgebung entstand während tausenden von Jahren durch vulkanische Aktivitäten. Mit einer Fläche von 36,5 km² ist der See für seine außergewöhnliche Vogelwelt bekannt. 17 verschiedene Enten-Spezies leben hier. Jede in Island ansässige Entenart ist am Mývatn-See und auch im Laxa-Fluss („Lachsfluss“, Abfluss des Mývatn-Sees) zu finden. Unter ihnen befinden sich zwei nordamerikanische Entenarten, die nirgends sonst in Europa brüten: Die Kragenente und die Spatelente. Der See ist seicht und eignet sich daher optimal für die tauchende Futtersuche der Enten. Das Wort „Mývatn“ bedeutet „Mücke“. Gemeint sind die chironomidae. Zwei unterschiedliche Arten kommen im See vor. Sie sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Eine kugelförmige grüne Alge (cladophora segagropila) wächst außerdem am Grund des Mývatn-Sees. Dieselbe Alge kommt auch im Akan-See auf der Hokkaido-Insel in Japan vor. In Japan wird diese Alge Marimo genannt. Ihr isländischer Name lautet Vatnamyll. Der Mývatn-See ist außerdem reich an Forellen. Die Bauern fischen diese in Netzen, oder – während des Winters – durch das Eis. Halten Sie auf Ihrer Rückfahrt nach Akureyri in Reykjahlíd am nördlichen Seeufer. Probieren Sie dort das Schwarzbrot, das in heißem Lehm über Nacht gebacken wird. Serviert wird es als Beilage zur Räucherforelle aus dem See. Köstlich! Beobachten Sie die Tumuli in der Lava. Unter Tumulus (EZ) oder Tumuli (MZ) versteht man Anhäufungen oder kuppelähnliche Erhebungen auf der Kruste eines Lavastroms. Die Lava stammt vom Vulkanausbruch aus dem Jahr 1724. Bis auf das Graumoos ist die Vegetation noch immer nicht wieder hergestellt. Beobachten Sie vor allem, dass die Lava links und rechts an der Kirche vorbeigelaufen ist, die Kirche selbst jedoch nicht berührt hat. Treten Sie nicht näher an den brodelnden Schlamm heran, als bis zu jenen Spritzern am Boden, die Ihnen am nächsten sind! In der Nähe des Bergrückens Namafjall befindet sich im Norden das Geothermalkraftwerk Krafla, benannt nach dem nahe gelegenen Vulkan. Eine beeindruckende Sehenswürdigkeit stellt der Krater Viti (deutsch: „Hölle“) dar. Er liegt an den südwestlichen Hängen des Vulkans Krafla. Der Krater hat einen Umfang von 300 Metern. Er wurde während einer gewaltigen Explosion im Jahr 1724 geformt. Diese Explosion stellte den Beginn der sogenannten Mývatn-Feuer dar, welche fünf Jahre lang dauerten. Es war der am längsten andauernde Vulkanausbruch in Island seit es Aufzeichnungen gibt. Nach der Explosion kochte das Wasser im Krater für die Dauer eines ganzen Jahrhunderts. Wenn Sie Zeit haben, bleiben Sie beim Kraftwerk stehen. Sie können sich hier einen interessanten Film über die vulkanischen Aktivitäten in diesem Gebiet, inklusive der periodischen Ausbrüche von 1975 bis 1984 zeigen lassen. In dieser Zeit fanden insgesamt 21 von der Plattentektonik hervorgerufene Aktivitäten statt. Zählt man all diese Aktivitäten zusammen, sind die beiden Platten (Nordamerikanische und Eurasische Platte) ca. 9 Meter auseinandergedriftet. Im Durchschnitt driften die Platten in Island etwas weniger als 2 cm pro Jahr auseinander. Der Dokumentarfilm ist sehr interessant und in vielen Sprachen verfügbar.
Kirchenbesuch Die Kunstgalerien in Listagil Das Nonni-Haus wurde wahrscheinlich 1849 erbaut. Das Gebäude gehört heute dem Zonta Club in Akureyri. Es wird zu Ehren von Jón Sveinsson (1857-1944) als Literaturmuseum geführt. Er war Schriftsteller und Jesuitenpriester, und sein Cosename war „Nonni“. Im Museum werden viele Objekte aus seinem Nachlass ausgestellt, so zum Beispiel seine Bilder und zahlreiche Bücher in vielen Sprachen. Sehenswertes abseits der touristischen Wege Volkssagen aus Nordisland Der Sensenmann von Tindar Solveig und der Pfarrer Oddur Wir empfehlen folgendes Buch (nur in englischer Sprache erhältlich): A Travelers Guide to Icelandic Folk Tales, von Jon R. Hjalmarsson Ein Abendspaziergang Der Botanische Garten ist sowohl bei den Einheimischen als auch unter den Touristen bekannt und beliebt. Auf dem Gelände können Sie eine große Vielfalt (über 4.000 Arten) isländischer und auch ausländischer Flora bewundern. Der Garten eignet sich optimal für jene, die dem täglichen Stress entkommen möchten, denn er bietet nicht nur unzählige Pflanzen, sondern auch einen friedvollen Park. Er eignet sich daher sehr gut, um darin zu lesen oder ein Picknick zu veranstalten. Der Botanische Garten wurde 1912 von einigen Frauen in Akureyri gegründet. Sie pflegten ihn bis 1953, als ihn die Stadt übernahm.
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